FO-Alarm


März 3rd, 2009

Sehr geehrte Leserschaft,

ich präsentiere das im Hause Fadenallerlei derzeit meist befühlte, bekuschelte und für einfach nur schön befundene FO aller Zeiten!

Von etwas weiter weg kann man außer begonnener Gartenarbeit und Regen eher weniger erkennen…

…näher dran kann mans vielleicht schon erahnen…

…und noch näher dran?

Einfach. Schlicht. Kuschelig. Schön.

Nachteil: sie ist zu klein für uns alle gleichzeitig. 75cm x 115cm (noch ungewaschen und ungeblockt)  reichen eigentlich auch nur für den Kleinsten hier (das war aber so geplant), und der funktioniert die Decke dann auch kurzerhand in Wasserfall oder Höhle um.

Die Anleitung stammt mal wieder von der Frau Zimmermann aus dem Buch “The Opinionated Knitter”, ich habe hier aber 30M als Basiszahl und wesentlich dünneres Garn verwendet. Material: Lana Grossa “Royal Tweed”,  550g in Natur/Grau, und jeweils ca. 50g in Orange und Grüngrau, verstrickt mit Nadelstärke 5,5mm. Hat auch bis auf die Nadelstärke beim Stricken Spaß gemacht und ging unglaublich schnell (reine Strickzeit war vielleicht eine Woche plus 3 Tage für den angestrickten Rand, mein Handgelenk hat mich aber etwas ausgebremst). So, und jetzt das ganze noch mal bitte in richtig groß und maschinenwaschbar ;-)

Gesponnen und gefärbt…


Februar 15th, 2009

…habe ich in der letzten Zeit. Einiges ist gelungen, anderes nicht.

Nicht gelungen ist diese Färbung auf Superwashmerino und auch der anschließende Versuch daraus anständiges Sockengarn zu spinnen. Hier auf dem Bild ein Navajozwirn, der in der erhofften Dicke schon etwa hinkommt, aber mir ganz und gar nicht gefällt.

Schon mehrfach bei Jana bewundert,  habe ich aus dem restlichen Single  zusammen mit Merino von der Kone  Coils gezwirnt. War mein erster Versuch, macht Spaß und erfordert viel Konzentration und Zeit. Ist aber faszinierend sowohl im Entstehungsprozeß als auch Ergebnis, obwohl gerade mal 5m Garn entstanden sind.

Diese beiden Färbungen auf Merino-Seiden-Gemisch sind deutlich besser geworden. Das sind jeweils ca. 90g, gefärbt mit Ashford-Farben.

Und zu guter Letzt noch ein Foto dieser beiden Stränge, unten eher unscharf Merino-Seide als Single, die LL habe ich leider nicht nachgemessen, es ist aber von der Stärke ungefähr die Lace von Handpaintedyarn. Beim oberen Strang hatte ich so etwas wie einen Doppel-Aha-Effekt. Das Fasergemisch (Alpaka/Seide/Schottlandwolle) habe ich vor Ewigkeiten beim großen Auktionshaus erstanden und seitdem immer wieder versucht, ein für mich brauchbares Garn zu spinnen, als Single hat es mir nicht zugesagt, als 2fach-Zwirn auch nicht soo richtig, mal war es zu flauschig und der Seidenglanz fast verschwunden, mal zu stark gedreht. Das hier ist jetzt ein Navajozwirn, und es ist perfekt. Auch hier keine LL, aber es ist die Stärke normaler 4fach-Sockenwolle.

Jahresanfang


Februar 8th, 2009

Vielleicht etwas spät, aber loswerden will ichs trotzdem: Willkommen im neuen Jahr! Ich hoffe, es wird ein gutes Jahr für Euch alle!!

Wir haben unser neues Jahr mit sehr speziellen Erfahrungen begonnen, die ich persönlich nicht zweimal im Leben brauche. Es hätte zwar alles schlimmer sein können, schön war es deshalb noch lange nicht.  Aber immer der Reihe nach:

Nachdem wir uns knappe 3 Wochen lang in Deutschland fast urlaubsmäßig gut erholt hatten, bei -18°C Anfang Januar dort weggefahren sind, auf dem Atlantik bei Windstärke 10 und mehr auf der Autofähre gut durchgeschaukelt wurden, schließlich bei +14°C spätabends hier auf der grünen Insel gelandet sind, nach einer mehr als abenteuerlichen Autofahrt quer durch Irland, die ungefähr doppelt so lange dauerte, wie das Navi vorher veranschlagt hatte (und die uns nebenbei gesagt tagsüber auch nur die vom Navi vorhergesagten knappen 3 Stunden Zeit gekostet hat) waren wir mehr als froh wieder vor unserer Haustür zu stehen, und nur das Nötigste aus dem Auto zu laden und einfach nur zu schlafen.

Nicht alle Wünsche werden sofort erfüllt, denn nachdem ich  die Haustür aufgeschlossen und den ersten Krempel abgestellt hatte, wurde mir bewußt, daß da so ein komisches Gefühl war, das mein übermüdetes Gehirn mich hatte aber nicht sofort wahrnehmen lassen: Irgendwas war anders, so aufgeräumt und so fremd. Hmm. Alles genauer angeschaut, dann machte es klick! Ich will Euch jetzt nicht mit mehr als fragwürdigen irischen Standardhausinstallationsdetails langweilen, aber verkürzt gesagt: Während unserer Abwesenheit war es offensichtlich ungewöhnlich kalt hier (-3°C), was zur Folge hatte, das eines der absolut nicht isolierten Wasserrohre auf dem Dachboden geplatzt ist, und die Hälfte des Hauses überschwemmt hat. Wasserrohre auf dem Dachboden? Ja, da gibt es welche. Dort gibt es sogar Wassertanks, die per Schwerkraft für Wasser in Duschen und Klospülungen etc. sorgen. Unsere Nachbarn haben irgendwann gemerkt, daß Wasser oberhalb des Fensters vom Gästebad läuft und unseren Vermieter angerufen, der sich erstmal um den Schaden gekümmert hat, uns unseren Weihnachtsurlaub aber nicht verderben wollte und uns deshalb auch nicht angerufen hat…

Was das Ganze jetzt mit dem eigentlichen Thema dieses Blogs zu tun hat? Ganz einfach: Das Gästezimmer war mein Wollelager oder Arbeitszimmer oder wie auch immer. Da drin befand sich ein Großteil aller materiellen Dinge, die mir lieb und teuer sind: ein Teil meines Garnlagers, jedes Zettelchen Strickliteratur, daß ich besitze/ besaß, mein nigelnagelneues Spinnrad, meine ebenso nigelnagelneue Kardiermaschine, meine Nähmaschine und mein Computer. Mangels Ablageflächen, die eigentlich in diesem Jahr bei Zeit und Muße installiert werden sollten, standen die beiden letzteren auf dem Fußboden unter dem Schreibtisch und damit auch einige Zeit im Wasser… Glück im Unglück: Es ist fast alles heil geblieben; zwei Rowanhefte, die Ausgaben der Spinoff, einige Knäuelchen Baumwollgarn und Seidenwollegemisch sowie eine Kommode vom schwedischen Möbelhaus waren unrettbar. Auf dem Dachboden und in den diversen typsichen Wandschränken standen einige unausgepackte Umzugskartons mit Babysachen, Stoffen, Spinnstash etc., die eine Menge Wasser abbekommen haben. Das Ganze hat mich Einiges an Zeit und Energie gekostet, alles sichten, putzen, lüften, trocknen,  sortieren, waschen,noch mehr lüften und putzen etc. pp. Wieder mal eine Menge Kartons, die herumstehen, und das Warten, daß sich Versicherung, Handwerker und Vermieter bewegen, die alles mit (irischer?) Gelassenheit und Tempo “bearbeiten”.

Aber auch das hatte sein Gutes, genau das war der letzte Schubs, den wir gebraucht haben, den Rest unserer Dinge zu sortieren, auszupacken und endlich Garage/Schuppen als Abstellraum zu akzeptieren, die dorthin gehörenden Sachen auch dort zu lagern und schlußendlich das Zimmer freizuräumen, das bis dahin von uns liebevoll das Kabuff genannt wurde, und das jetzt alle diese Dinge beherbergt, die mit Wolle und Fasern zu tun haben.

Ich präsentiere mein neues Wollelager: ca. 8qm groß, sehr rot und wie ich erst beim Umräumen gemerkt habe, es ist wie für mich gemacht!

Einmal die Wandseite…

…und einmal die Fensterseite. Man beachte die Wandregale zwischen den Fenstern und die Truhen unterhalb der Fenster, beides war schon vorher im Zimmer eingebaut…

…und sind die perfekten Wollelager, oder?

Zugegeben, ein wenig Lack ist schon noch nötig, aber das verschiebe ich auf später. Erstmal sollen die Handwerker den Rest des Hauses wieder herrichten, mal schaun, was danach noch so alles auf uns zukommt.

In der Zwischenzeit  hat hier angeblich der irische Frühling begonnen, und wenn man den Krokussen und Narzissen im Garten glaubt, stimmt das sogar. Heute morgen lag hier allerdings echter weißer Schnee, und vielleicht auch deshalb wird hier relativ viel gestrickt und gesponnen, wie zum Beispiel dieser kleine Strangstrauß, südamerikanische Merino von Wollknoll…

… und einiges anderes mehr, nicht ganz so bunt, aber dennoch schön. Bald ist es fertig und dann erzähle ich mehr darüber. Bis bald!

Ursprünglich…


Dezember 16th, 2008

…stand hier eine Endlos-Geschichte über meine Reißverschlußeinnäh-Erfahrungen. Ich mache es aber kurz und sage: Das war kein Spaß! Es ist alles andere als perfekt und das sind leider auch die Bilder von meiner Kauni-Jacke, bessere gibt es auch nach dem 3. Versuch nicht und so gebe ich vorerst auf.

Die Jacke aber ist fertig und mittlerweile auch schon gut eingetragen!

Kauni-Cardigan, gestrickt aus Kauni-Effektgarn (ES als Hintergrundfarbe, EV als Vordergrundfarbe) mit NS 3,25mm. Das Ganze ist, wie es bei Ravelry so schön heißt, eine stark modifizierte Version und zwar von Alice Starmores “Alba”, zu finden in dem Buch “The Celtic Collection”, demzufolge gibt es für meinen Cardie auch keine Anleitung irgendwo zu finden.

Der Schnitt ist ein an meine Körpermaße angepaßter Raglan, mit null “ease” (gibt es für dieses Wort irgendeine deutsche Entsprechung??),  und bis auf die Ausschnittlösung auch genau so wie ich es ursprünglich wollte. Die Musteraufteilung ist teils Berechnung, teils improvisiert, wie bspw. beim kleinen Extra-Muster im “Bündchen” - eine Idee mitten im Gestricks, umgesetzt und für gut befunden.

Für den Farbverlauf habe ich ganz schon viel Kauni ab- und umgewickelt, ich wollte einfach, daß es paßt. Ursprünglich hatte ich 3×150g-Knäule von der EV (der Vordergrundfarbe), übrig habe ich locker noch mal 150g in abgewickelten Resten.

Für ein evtl. ähnliches nächstes Projekt würde ich ein paar Dinge ändern, aber im großen und ganzen bin ich zufrieden und auch ein bißchen stolz auf mich, vor allem, weil die Grundidee und das Endergebnis recht nah beieinander liegen und weil es überhaupt ein Endergebnis gibt!

So und jetzt genug davon. Ich habe tonnenweise neue Projekte angeschlagen und bin recht zuversichtlich, daß einiges davon auch hier im Blog zu bewundern sein wird und nicht nur bei Ravelry (wie bspw. diese Weste, die ich vor dem Umzug gestrickt hab, und von der ich nicht richtig weiß, was ich davon halten soll…). Außerdem sind wir für die nächsten 2 Wochen erstmal wieder in Deutschland und dafür gibt es noch einiges zu packen…

Euch allen schöne Feiertage, wir lesen uns im nächsten Jahr wieder!

Wochenendaktivitäten


November 24th, 2008

unter anderem…

…habe ich die Kaunijacke fast fertig gestrickt. Momentan bin ich am Überlegen, wie Halsausschnitt und Verschlußblende aussehen sollen.

…habe ich endlich meine Kardiermaschine ausprobieren können. Mit dem Inhalt der Mischtüte der extrafeinen Merino von Wollknoll und vor Urzeiten mal selbstgefärbter Merinoseidemix gespielt und beschlossen, daß die Mengen und Farben für “Fish&Anchors” perfekt sind bzw. passend gemacht werden können. Grün alias “Leprechaun” ist schon versponnen, einen Blau- und einen Rotton muß ich noch mischen.

…am Sonnabend einen kleinen Ausflug ans Meer gemacht, die Mützen für uns Große und die Gummistiefel für den Kleinen zu Hause vergessen, trotzdem Muscheln gesammelt, am Strand spazieren gegangen und das tägliche Farbschauspiel am Himmel kurz vor Sonnenuntergang genossen…

…durchgefroren und vom Wind durchgelüftet zu Hause vorm Kamin trotzdem ein ganz klein wenig den Schnee vermißt…